Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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vorging, und machte noch einen Verſuch, ihn von den ſchaͤndlichen Abſichten, die er, wie ſie glaubte, auf ſie hatte, abzuwenden. Sie warf ſich auf die Knie, und flehete ihn in der irlaͤndiſchen Sprache an, von deren Schall und Idiom ſie ſich groͤßere Wirkung verſprach.

„Im Namen des Gottes im Himmel, Crohoore,“ ſagte Alley,„ſey nicht gegen mich, gegen das einzige Kind deines Herrn und deiner Gebieterin, ſo ruchlos, als du zu ſeyn gedenkſt! Ueberlege und bereue, weil es noch Zeit iſt! Gieb mich meinem Vater wieder, dieſen heiligen Weihnachtsmorgen; dir ſoll nicht blos verziehen, ſondern, ich ſchwoͤre bei der Seele meines Vaters, du ſollſt ſogar belohnt werden.“

Waͤhrend dieſer Anrede aͤchzte Crohoore fuͤrchter⸗ lich; er ſchwankte ruͤckwaͤrts, lehnte ſich an die feuchte Mauer dieſer elenden Huͤtte, bedeckte ſein Geſicht mit den Haͤnden, und Alley ſah mit Verwunderung und Entzuͤcken, daß Thraͤnen, die ſie fuͤr Thraͤnen des Mitleids und der Reue hielt, durch ſeine Finger uͤber die Haͤnde wegfloſſen.„Du willſt alſo, Crohoore?“ ſagte ſie, indem ſie ſich an ihn draͤngte;„ja, du wirſt Mitleid mit mir haben, und mich zu meines armen Vaters Haus zuruͤck fuͤhren!“

Nun naͤherte ſich der Augenblick, in welchem das ungluͤckliche Maͤdchen den ganzen Umfang ihres Elends erfahren ſollte. Crohoore enthuͤllte ſein Geſicht, auf welchem ſich Schmerz und Entſetzen, Verzweiflung und die allerfuͤrchterlichſten Gefuͤhle zeigten. Er kam vor⸗ waͤrts und blieb bei ihr ſtehn, weil ſie noch auf ihren