Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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49 drig war, und nur mit einigen Lumpen bedeckt; das Einzige im Geſicht dieſer lebendigen Mumie, was inter⸗ eſſirte, und nicht unangenehm war, war ihr Auge; es beſaß viel Lebhaftigkeit, ja ſogar Energie, und ſchickte ſich kaum fuͤr ein ſolches Gerippe.

Sie hielt ein angezuͤndetes Nachtlicht, als Cro⸗ hoore hereintrat, und ſeine Begleiterin trug, oder viel⸗ mehr zwang, ihm zu folgen; denn ſie ſetzte ſich inſtinkt⸗ maͤßig dagegen. Die alte Frau ſah ſie einen Augen⸗ blick, mit halb verſchloſſenen Augen, genau an. Dann oͤffneten ſich weit die gerunzelten Augenlieder, und mit einem flammenden Blick auf Crohoore, der die macht⸗ loſe Wuth des Alters ausdruͤckte, rief ſie in dem grellſten Tone aus:

„Elendeſter Menſch! und du haſt es gewagt, meine Gebote zu uͤbertreten? Hab' ich dich nicht ge⸗ warnt, bei Gefahr deiner kuͤnftigen Seligkeit, Alley Dooling nicht zu beruͤhren? Du haͤßliche Mißgeburt! — Noͤgen deine Unthaten auf deinen eigenen Kopf fallen!“

„Still, ſtill, Alte!“ ſagte Crohoore, eilig aber nicht aͤrgerlich, und dann fuͤgte er leiſe einige Worte hinzu, die jede Fiber ſeines Koͤrpers zu durchbeben ſchienen. Die Alte ſprach ebenfalls leiſe zu ihm, und dies brachte ſeinen Paroxysmus aufs Hoͤchſte; er ſprang zuruͤck, zitterte noch heftiger, wurde noch blaͤſſer, und warf einen betruͤbten und ſonderbaren Blick auf die arme, erſchrockene Alley. Sie beeiferte ſich, die Ver⸗ aͤnderung zu benutzen, die in ihrem ſeltſamen Begleiter

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