Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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entfuͤhrte ſie und raͤchte ſich zu gleicher Zeit. Denn unter uns geſagt, Anton Dooling war zuweilen ein harter Meiſter gegen ihn; freilich verdiente er es wohl, denn er war ein fauler Schlingel. Aber was ich ſa⸗ gen wollte, iſt dies: vor ungefaͤhr einem Monat, ſtatt die Kuͤhe zuſammen zu halten, ging er eines Abends in ſeinen eigenen Geſchaͤften aus,— Ihr wißt wohl was ich meine,— Anton fand die Kuͤhe zerſtreut umher, und ſah Crohoore einige Zeit nachher uͤber den Steig in den Pachthof kommen; und ohne viel zu ſagen, giebt er ihm einen Schlag mit dem Stock, der ihn in den Miſt warf; und als Crohoore aufſtand, und vor mir vorbei ging, hoͤrt' ich ihn flu⸗ chen, und ſagen:„Du ſollſt mir ſchon fuͤr dies be⸗ zahlen!“— Und er hat nur allzuſehr ſein Wort ge⸗ halten.“

Auf dieſe Weiſe plauderten die Gevattern die ganze Nacht hindurch, und als ſich der Morgen naͤ⸗ herte, verließ einer nach dem andern des verſammelten Volkes die Todtenwache. Zuletzt blieben nur noch drei oder vier Frauen, die mit halbgeſchloſſenen Augen, und ſinkenden, nickenden Koͤpfen, aus Mangel an Schlaf, kaum auf den melancholiſchen und fortgeſetzten Sterbegeſang hoͤrten. Ein großes ausgemergeltes Weib, mit emporſtrebendem Haar und eingefallenen Backen, ſang das Lied. Ploͤtzlich ging ſie vom Lobe der Ver⸗ ſtorbenen zu den ſchrecklichſten Verwuͤnſchungen gegen den Moͤrder uͤber, und dies erweckte zum Theil die andern Weiber. Doch als ſie ſchnell aufſprang, einen