28
Geld verwahrte, war aufgebrochen und ausgeleert, und die Papiere deſſelben, lagen zerſtreut auf dem Boden. Nachdem Pierce dieſe Sachen angeſehen hatte, beſtieg er ſein Pferd, und galloppirte zu ſeinem Vater.
Unterdeß durchſtreiften die drei Knechte, naͤmlich Paudge Dermody, Andy Houlohan, Pierces Milch⸗ bruder, und Shamus Whelan das ganze Haus, und ſahen Alles was wir eben beſchrieben haben. Kaum ſprachen ſie unter einander, ſo maͤchtig hatte der An⸗ blick der Leichname ihres Herrn und ihrer Gebieterin ihre Gedanken und Gefuͤhle erſchuͤttert. In ihrem groͤßern ſchmerzlichen Verluſt dachten ſie faſt nicht an die arme Chevaun. Selbſt Paudges Gedanken waren ſo beſchaͤftigt, daß er ſich kaum an ſeine großmuͤthige Freundin erinnerte; da ihn, wie man vermuthete, der Vorzug, den ſie ihm gab, ungeachtet ihres Geldes, nicht ſchmeichelte. Nachdem die drei Maͤnner die Leichname der Alten genugſam angeſehen hatten, eilten ſie in die Kuͤche, als wenn ſie froh waͤren, von ſol⸗ chen Gegenſtaͤnden wegzukommen, und nachdem ſie die Thuͤr zugeſchloſſen hatten, hielten ſie ſich ſchweigend zuſammen, und konnten kaum athmen. Endlich ſagte Andy Houlohan leiſe, indem ſeine Augen zum erſten Mal den ſeiner Kameraden begegneten:„es iſt ein ſchrecklicher Mord!“
„Der ſchrecklichſte, von dem je ein armer Suͤnder gehoͤrt hat,“ ſagte Shamus Whelan.
„Und er wurde mit dieſer Axt veruͤbt,“ ſaͤgte Paudge Dermody, indem er auf die Waffe hinwies,
2


