18 Herz doch keinen Antheil an dieſer unſchuldigen Ergoͤtzlich⸗ keit nehmen kann.“
Die Vanithee*) brach hier in einem milden, bittenden Tone ein, und ſagte zu ihrem Manne: „Achte nicht auf ihn, lieber Anton; er thut ja nichts Boͤſes, der arme Menſch.“
„Nichts Boͤſes, Weib! Hol mich der Henker, wenn nicht ſeine ſchwarzen Blicke allein den Maitag in Winter verwandeln koͤnnten,— geh' zu Bett!“ bruͤllte Anton nochmals.
Crohoore ſtand langſam auf, um zu gehen, legte langſam die Art nieder, wo er geſeſſen hatte; ſeine Stirn war mehr als gewoͤhnlich gefaltet, ſeine Zaͤhne knirſchten, und ſeine Augen rollten umher.
„Gieb Acht du Ochſenkopf,“ ſagte der aufge⸗ brachte Meiſter,„laß es nicht wieder wie heute ſeyn; laß die Kuͤhe bei Tagesanbruch im Vorwerk ſeyn, ſonſt breche ich jeden Knochen in deiner faulen Haut.“
Der Zwerg, wie man ihn wohl nennen mag, ging gerade vor ſeinem ſtrengen Meiſter vorbei, als dieſe Worte ausgeſprochen wurden; er heftete ſeinen Blick auf Anton, und ſagte: es waͤre eben nichts Neues, daß Ihr es wenigſtens verſuchtet; es in einer von Euren alten Streichen.“
„Was ſagſt du da, du Shingawn,**)„ du?“ fragte Anton, deſſen Zorn nun auf's Hoͤchſte geſtiegen
*) Die Hausfrau. Anm. d. Ueberſ. **½) Shingawn, ein diminutives Weſen.


