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Periode, die wir beſchreiben, ſelten ſo anſtaͤndig und einem Sterbehauſe ſo angemeſſen als dieſe*): denn ſo ſonderbar und gefuͤhllos es auch ſcheinen mag, ſo war doch eine ſolche Wache gewoͤhnlich eine Scene des Schmaußens, Scherzens und der Luſtigkeit. Die Alten fuͤllten ihre Pfeifen und Doſen mit Rauch⸗ und Schnupftabak von den Tellern, die fuͤr dieſen Zweck bei den Leichen ſtanden. Dann vereinigten ſie ſich in kleine Haufen, ſchmauchten, ergoͤtzten ihre Naſen, ſchwatz⸗ ten und plauderten miteinander, das heißt Alle ſpra⸗ chen und Keiner hoͤrte, was der Andere ſagte. Der juͤngere Theil einer ſolchen Verſammlung vergnuͤgte ſich auf eine ſeinem Alter mehr angemeſſene Weiſe. Sie fuͤhrten kleine Spiele auf, unter der Aufſicht eines Luſtigmachers, wovon jedes anſehnliche Dorf gewoͤhnlich einen ſolchen beſaß, der es ſich zum Geſchaͤft machte, bei jeder Todtenwache, ſieben Meilen in der Runde, zu erſcheinen, um die Unterhaltung anzuordnen. Unter ſeiner Leitung trieben die jungen Leute ihr munteres Weſen, mit der frohen Laune und dem Witze, durch welchen die irlaͤndiſchen Bauern ſo bekannt und aus⸗ gezeichnet ſind. Lautes Getoͤſe und ungebundene Froͤh⸗ lichkeit fuͤllten auf dieſe Weiſe die Nacht aus. Nichts konnte in einer Sterbekammer unpaſſender und unge⸗ ziemender ſeyn; aber nichts war doch gewoͤhnlicher, und es fiel daher gar nicht auf.
*) Die katholiſche Geiſtlichkeit hat dieſen Gebrauch nun
ziemlich abgeſchafft. Anm. d. Verf. 1*


