Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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den die gemietheten Klagenden, die in wehmuͤthigen Kadenzen den Keenthechaun, oder das Grablied ſangen. Ihre Geberden, Geſichtszuͤge und ihr ganzes Weſen, druͤckten auf eine uͤbertriebene Weiſe einen er⸗ kuͤnſtelten Gram aus, fuͤr den ſie bezahlt wurden. Doch zuweilen ſchien der Gegenſtand ihres Geſanges auf ſie zu wirken, und ſie verfielen in ein natuͤrliches Weh⸗ klagen, oder in ein ſchmelzendes Pathos. Der Geſang begann mit dem Lobe der Verſtorbenen. Ihre Tugend und Wohlhabenheit wurden geprieſen, und die Geſchichte ihrer Familien⸗Verbindungen durch eine endloſe Kette von Verwandten verfolgt,— und hier brach wieder eine wilde Klage aus uͤber ihren unzeitigen, ſchrecklichen Tod. Wenn eine Stimme aufhoͤrte, fiel die andere ein. Das Ganze wurde in irlaͤndiſcher Sprache vor⸗ getragen, in unregelmaͤßigen Reimen, die aus dem Stegreif komponirt wurden, und von denen ein Vers dem andern mit erſtaunlicher Schnelligkeit folgte.

In der geraͤumigen Scheune befand ſich eine Menge Volks, welches die Rhapſodie anhoͤrte, oder ſich einander Bemerkungen mittheilte, in jenen halbleiſen Toͤnen, in denen man ſich gewoͤhnlich ſchauerliche und geheimnißvolle Maͤrchen zufluͤſtert. Als der Geſang aufgehoͤrt hatte, ſtand ein alter Mann von ſeinem Sitze bei den Leichen auf, entbloͤßte ſein graues Haupt und kniete nieder; alle Gegenwaͤrtige folgten ſeinem Beiſpiel, und ihr vereintes Gebet erhob ſich fuͤr die Seelenruhe der verſtorbenen Nachbarsleute.

Eine irlaͤndiſche Todtenwache(wake) war, in der

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