Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Es iſt kein Gott, auſſer Gott der Liebe,

Es iſt kein Gott, auſſer Gott dem gütigen,

Es iſt kein Gott, auſſer Gott dem rächenden, Es iſt kein Gott, auſſer Gott dem allwiſſenden, Es iſt kein Gott, auſſer Gott dem allmächtigen, Es iſt kein Gott, auſſer Gott dem barmherzigen, Es iſt kein Gott, auſſer Gott dem verzeihenden.

Dann ſagte Aſtriel, ſobald Satan dieſen Spruch ſpreche, würde er von Gott begnadigt und wieder im Himmel angenommen.

Nach Verlauf von mehreren Tagen hatte ſich ſowohl am Hofe als in der Stadt eine ſeltſame Veränderung zugetragen. Die Hofſchranzen und Schmeichler hatten ſich vom Hofe entfernt, und es herrſchte eine große Stille nicht allein an Salo⸗ mo's Hof, ſondern auch in der Stadt. Sa⸗ lomo, der dieſes nicht begreiffen konnte, ſchickte zu mehreren ſeiner Hofleute, und ließ bei ihnen um die Urſachen des Ausbleibens anfragen. Die Ant⸗ wort war, ſie müßten jetzt ihre Zeit beſſer anwen⸗ den, indem ſie ſtatt dem Könige, dem lieben Gott den Hof machten. Salomo, ganz erſtaunt über die ſchöne Sittenlehre, und noch verlegner als er in der Stadt die nämliche Stille, wie an ſeinem

Hofe gewahrte; er ging in der Stadt herum, wo

er die meiſten Läden verſchloſſen fand; aus den Häuſern höorte er überall beten und ſingen. Sa⸗ (Maͤhrchen.) J lomo