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komo konnte nicht begreiffen, wie auf einmal ſeine Unterthanen ſo fromm geworden waren.
Die Urſache dieſer auſſerordentlichen Verän⸗ derung war des Satans Gefangenſchaft. Denn ſeitdem er nicht mehr freies Spiel hatte mit den Leidenſchaften der Menſchen, hatten ſie ſich Alle bekehrt, und ſchränkten ſich blos auf Beten und gute Werke ein, anſtatt auf Ehre und Erwerb.
Nach mehreren Wochen hatten alle Gerichts⸗ höfe aufgehört. Alles lebte in Frieden und Einig⸗ keit. Da gab es keinen Zank, Streit oder Schlä⸗ geret, keiner belog oder betrog den Andern, keiner übernahm ſich in der Sinnlichkeit, jeder übte die Tugend der Sanftmuth, Nachgiebigkeit und Mäßig⸗ keit aus, da gingen die Advokaten und Aerzte ſpa⸗ zieren. Sonntags ſaß kein Ruchloſer in den Schenken und ſpielte, kein Handwerker entheiligte denſelben mit Arbeiten, die Kaufieute ſogar waren menſch⸗ licher und gutthätiger. Es gab keinen Becker mehr welcher das Brod nicht ausbuk und an Gewicht mangeln ließ; keinen Metzger, der Knochen für Fleiſch verkaufte. Die Wucherer waren we⸗ gen ihrer Ehrlichkeit und Uneigennützigkeit zum
Sprichwort geworden. Selbſt der geringſte, ärmſte
Menſch war ein Muſßer von Sittlichkeit, Ehrbar⸗ keit und Ehrlichkeit. Fand einer Etwas auf dem Felde; ſo ließ er es liegen, aus dem frommen
Gruud⸗


