Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Rathe Aſiriel glaubte, nahm ſogleich ſeinen Sie⸗ gelring, drückte ihn auf den Käfig und ſprach die Zauberworte über ihn, wodurch der Satan ſich in nichts Anderes verwandeln konnte. Als dieſes die Eule gewahrte, geberdete ſie ſich grimmig und be⸗

kannte endlich, daß er der Satan wäre, er ver⸗

ſpräche Alles zu erfüllen was Salomo verlänge. Wenn du die Hoheit des Menſchen anerkennſt, ſo löſe ich deine Bande, eher aber nicht. Der Satan lachte hohniſch und ſagte zum Salomo: geh' doch mit deinem Menſchen, der aus Bosheit, Wohlluſt, Habſucht, Eigennutz und Selbſtſucht zu⸗ ſammengeſetzt iſt, der zehenmal eher zum Böſen als einmal zum Guten verführt werden kann. Ich kenne einen Spruch, wenn ich den ſpreche, ſo bin ich ſogleich erlößt und in Gnaden bei Gott. Sa⸗

lomo der vom Satan nichts weiter hören wollte, befahl daß man denſelben in ein Gefängniß tragen

ſollte.

Als derſelbe fort war, fragte Salomo ſei⸗

nen Rath Aſiriel ob es wirklich einen ſolchen Spruch gebe? Als dieſer es bejahte, bat ihn Sa⸗

lomo ihm dieſen, wenn er ihn wuͤßte, mitzutheilen. Wo iſt ein Rath, der ſeinem König eine Bitte ab⸗

ſchlägt, wie viel weniger ein Rath von einem ſo frommen und weiſen Konig. Er ſagte ihm alſo ſolchen, und derſelbe folgt hier zum Heil des Leſers ſelbſt:

Es