Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Als endlich die Nachteule und zwar in einem eiſernen wohlverwahrten Käfig vor den Thron Salomo's gebracht ward, wurde ſie gefragt, warum ſie bei mehrmaliger Aufforderung nicht er⸗ ſchlenen ſey. Sie antwortete, ſie habe gehört, daß ſich am Hofe Salomo's ſo viele Raubvogel auf⸗ hielten und von dem Könige beſchützt würden, daß

ſie keine Luſt hätte, an einen Hof zu gehen, wo man vom Raube ihr nichts übrig ließ. Salomo,

den dieſe kühnen Reden des Eulenmännchens ver⸗ droſſen, ſagte zu ihr, ob ſie keinen beſſern Begriff von ſeiner Weisheit hätte, daß er blos Naubvögel in Schutz nähme.Wenn du denn der weiſe Kö⸗ nig Salomo biſt, ſo ſage mir, doch wird der

Satan ewig verdammt ſeyn?Nein! ſagte, Salomo,o bald er den Menſchen als das

hohe Bild der Gottheit anerkennt.Das wird der Satan wohl bleiben laſſen, verſetzte die Eule.

Salomo, der ſich wunderte wie eine ſo

ſagte zu ihm, er wäre jetzo in der Eule vor ihm. Dieſe aber ſagte: der Satan ſey nicht hier, ſie ſpräche aus eignem Antriebe.

Salomo, der nicht der Eule ſondern feinem

dumme Eule, ſolche Reden führen könnte, vermu 3 thete eine Liſt vom Satan. Er fragte alſo ſeinen Rath, Aſiriel, wo jetzt der Satan wäre, dieſer

Rathe