Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Gokt fließen die Tage der Menſchen leer und un⸗

nütz dahin; denn durch das Gebet erhält der ſterb⸗

liche Menſch Kraft zum Guten und Muth im Lei⸗

den und nur durch das Gebet erhält der Menſch

Verbindung mit Gott. Bleibe alſo bei mir als un⸗ zertrennlicher Gefährte

Alle Jahr mußten ſowohl die Vögel als alle

vierfüßigen Thiere von jeder Gattung und Geſchlecht, aus dem Reiche Salomo's einen aus ihrer Mitte zum Throne ſenden, die dann jeder nach ſeiner Art, Geſchenke brachten, und von ihrem Thun und Treiben Rechenſchaft ablegen mußten. Schon mehrmalen vermißte Salomo die Eule. Er ſandte den Kranich hin und ließ fie vor ſich laden, aber dieſe würdigte denſelben gar keiner Antwort. Die⸗ ſes verdroß den Salomo als er es erfuhr, und

er gab daher ſeinem Staats⸗Rathe Simur Befehl

ſie zur Stelle zu ſchaffen. Simur erklärte dem Salomo, daß die

Eulen eine dumme Art Vogel ſeyen, die nur bet

Nacht nach ihrer Nahrung ausgingen, bei Tage

aber in den Felſenritzen und alten Gebäuten ſich

aufhielten, und gar keine Gemeinſchaft mit den

Menſchen hätten, ſie habe ſich daher den Namen

Nachteule zugezogen, doch wollte er das halsſtar⸗

rige Eulenmännchen, das ſich weigere herzukommen,

durch Liſt oder Gewalt herzubringen ſuchen.

Als