Teil eines Werkes 
2 (1818)
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gehen, immer deine ſtrenge Hofmeiſtereien vor Au⸗ gen zu haben, würde mir allen Lebensgenuß ver⸗ bittern. Ich ehre und ſchätze dich, beſonders wenn du an der Seite meiner Räthe erſcheinſt, aber dich

immer an meiner Seite zu ſehen, dazu kann ich mich unmöglich entſchließen; ich nehme deinen gu⸗

ten Willen für's Werk an.

Die dritte Geſalt, die jetzt herannahte, war nicht weniger ſchön und erhaben, hatte aber einen ernſten Blick.Ich bin, degann ſie zu ſprechen, die Gerechtigkeit, ich bin unbeſtechbar, ich richte und ſchlichte ohne Anſehen der Perſon. Du biſt zwar nicht immer bei Königen anzutreffen, verſetzte Salomo,doch mir biſt du willkom⸗ men, und wirſt mir ſtets der beſte Geſellſchafter ſeyn.

Nun nahte ſich die vierte und letzte Geſtalt,

gleich ſchön und erhaben wie die vorhergehenden,

nur hatte ſie noch etwas Feierlicheres an ſich, wel⸗ ches nicht allein Liebe ſondern auch Ehrfurcht er⸗ regte.Und wie heißt denn du, fragte Sa⸗ lomo.Ich heiße die Bitte oder das Gebet, ich komme um deine vertraute Freundſchaft zu er⸗ werben.Sey mir herzlich willkommen, er⸗ wiederte Salomo,und weiche nie von meiner Seite, denn nur durch dich gewinnt das Leben Sinn und Bedeutung. Ohne Erhebung des Herzens zu Gott