Teil eines Werkes 
2 (1818)
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durch der Greis ſammt dem Knaben ertrank, war

weiſe Vorſicht. Der Alte, der aus unkluger Liebe ſeinem Enkel allen Muthwillen ließ und ſelbſt Bos⸗ heiten nicht einmal beſtrafte, hätte für die Folge einen großen Boſewicht aus dieſem gezogen.“— „Aber warum befahlſt du dem Manne, der uns ſo angaſtuch aufnahm, daß er die beſchädigte Mauer ausbeſſern ſollte? Es wäre jedoch eine gerechte Züchtigung geweſen, für ſein ebloſes Weſen und ungaſtliche Aufnahme.“—„Weil du abermals nur

nach dem Scheine urtheilſt und dich deine Kurzfich⸗

tigkeit abermals irre leitet. Wiſſe, daß unter die⸗ ſer alten Mauer ein anſehnlicher Schatz verborgen liegt, und daß nach des jetzigen Beſitzers Tode, ein rechtſchaffener Mann das alte Haus kaufen wird.

Da nun dieſer das gebrechliche Haus nebſt der Mauer

niederreißen wird, um ein neues aufzubauen; ſo wird dieſer den für ihn beſtimmten Schatz finden; hätte ich aber dieſen jetzigen Beſitzer nicht gewarnt; ſo ware die Mauer eingeſtürzt und der Unwürdige hätte den Schatz bekommen. Du ſieheſt alſo, daß ich nach einem ſehr weiſen Plane handelte.“ „Ach,“ ſagte Moſes,„ich ſehe wohl, daß ich noch ein ſehr ſchwacher, unweiſer Menſch bin, aber erkläre mir nur noch, warum der Greis ſo unſchuldig umgebracht wurde, da, wie wir doch ſelbſt geſehen, nicht er, ſondern der Hirtenkuabe das