Brod, Butter und Käſe.
bat, und er ſah, daß derſelbe ein armſeliges An⸗
ſehen hatte, ſchüttelte er mit dem Kopfe und ſagte: „ich habe keinen Platz, ich kann euch nicht auf⸗ nehmen, meine Kammern liegen voll Saamen und
Früchte, und ſollte ich Jedermann beherbergen der
an meine Thür klopfte, ſo müßte ich ſelber bald fortgehen; ſucht euch anderswo ein Nachtlager,“ damit ſchlug er ſein Fenſter zu, und ließ den Bit⸗ tenden ſtehen. Fo wandte ſich um und ging zu dem kieinen Haus, das gegenüber ſtand. Kaum hatte er angeklopft, ſo hörte er ſchon, wie jemand nach der Thuͤr eilte und ſolche aufmachte, und als der Bewohner der Hütte das Verlangen des Rei⸗ ſenden vernahm, bat er ihn freundlich herein zu
kommen, und bewirthete ihn mit Allem was er im
Hauſe hatte; das gefiel den Fo. Die Frau, welche auch ſehr freundlich war, betheuerte, daß ſie arm ſeyen und nicht mehr für ihren Gaſt thun könnten. Als ſie den Reiſenden nach Gegnüge ge⸗ ſpeiſt und getränkt hatten, machten ſie ihm ein weiches Lager zurecht, welches dem müden Wan⸗
derer ſehr wohl that, der bald einſchlief. Morgens in aller Früh ſtand der Wirth und ſeine Frau auf,
um dem Gaſte ein Frühſtück zubereiten. Sie melkte ihre Ziege, machte eine warme Milchſuppe, und
ſetzte ſolche ihrem Gaſte hin, als er erwachte, nebſt
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