behalten, bis deſſen Schweif wieder völlig gewach⸗ ſen iſt./ Der reiche Bauer kratzte ſich hinter dem Ohre, zog ſich zurück und machte dem zweiten Klä⸗ ger Platz.
Als derſelbe ſeine Klage vorgebracht hatte, hob der Verklagte abermals einen Stein von der Erde, khat ſolchen zu dem erſten Stein in den Sack, und hob ſolchen nebſt zwei Fingern in die Höhe. Der Cadi glaubte der Bauer thät ihm das Geſchenk ver⸗ doppeln, wenn er ihm zu ſeinem Rechte verhelfe. Er ſprach alſo zu dem Wirth:„Nicht der Bauer, ſondern du haſt gefehlt, erſtens, daß du die Wiege deines Kindes unter die Schlafbank des Vauers ge⸗ ſtellt haſt, und zweitens, daß du dem Dürftigen nicht einmal eine Mahlzeit Eſſen geben wollteſt, und ihn hungrig ſchlafen gehen hießeſt. Da er nun von den Dünſten des Eſſens betäubt herunter fiel, ſo ſoll er ſo lange bei dir bleiben„bis du wieder ein anderes Kind haſt.“ Der Wirth, dem das Urtheil
des Richters gar nicht gefiel, machte ein ſaures Geſicht und gieng verdrüßlich fort.
Als nun der Cadi die Klage des jungen Men⸗ ſchen anhörte ſo hob der Verklagte abermals einen Stein von der Erde auf, that ihn zu den übrigen, und hielt den Sack nebſt drei Fingern in die Höhe. Der Cadi glaubte, der Bauer wollte damit anzeigen, daß wenn er recht richte, er ihm das Geſchenk drei⸗
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