kommen und den Schatz in Sicherheit bringen könnte. Da ihm alle Wege und Stege in und auſſer der Stadt bekannt waren, ſo ſchien ihm das nicht ſchwer zu ſeyn. Gegen Mitternacht machte er ſich auf, ſchlich durch enge und wenig bewohnte Gaſſen fort, und kam glücklich an den Garten, der dicht hinter der Stadtmauer lag. Mit pochendem Her⸗ zen ſtieg er über die Mauer, und eilte nach dem be⸗ zeichneten Roſenſtrauche hin, unter welchem der Schatz verborgen ſeyn ſollte. Die mondhelle Nacht begünſtigte ſein Unternehmen. Er fing an zu gra⸗ ben, und es währte nicht lange, ſo zeigten ſich zwei große eiſerne Töpfe, mit lauter Goldſtücken angefüllt. Es war zu viel, als daß er alles auf einmal hätte fortbringen können; daher trug er den größten Theil in einen hohlen Baum, der auſſer⸗ halb des Gartens in einem unbeſuchten Winkel ſtand, und den er ſich ſchon am vorigen Tage dazu ausgeſucht hatte. Als dies geſchehen war, nahm er das Uebrige, ſo viel er gerade tragen konnte, mit ſich nach Hauſe. Den hohlen Baum beſuchte er dann noch einige Nächte hintereinander„bis er alles in Verwahrung gebracht hatte. 4 Anterdeſſen vergaß er den alten Soldaten nicht, ſondern ſchickte ihm alle Tage durch einen treuen Diener ein reiches Almoſen nach der Brücke hin.
und überlegte, wie er unbemerkt in den Garten


