Teil eines Werkes 
2 (1818)
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zweimal ein reichliches Almoſen gegeben, wofür euch Gott belohnen möge! Ihr ſeht aber nicht mehr ſo vergnügt aus, wie am Morgen, und das geht mir nabe.“— Dieſe Theilnahme rührte Fran⸗ zen. Er ward geſprächig, und ſagte:„ich habe hier einen Freund erwartet, von dem ich eine wich⸗ rige Nachricht erhalten ſollte.“—„Euer Freund,“ erwiederte der Alte,„iſt ein ſchlechter Menſch, daß er euch ſo lange warten läßt, und ich an euerer Stelle würde.“—„Ja,“ ſagte Franz,„es träumte mir nur ſo.“(Er hatte nämlich nicht Luſt, die ganze Geſchichte von dem Geiſte zu erzählen.) „O, Träume! wer wird ſich auch darauf verlaſſen! Ich habe ihrer genug gehabt, und nie an einen ge⸗ glaubt.“—„Aber mein Traum war ſo lebhaft, ſo lebhaft, als hätte ich alles wachend mit meinen Sinnen empfunden.“—„Auch ich habe zuweilen

Kbhr lebhaft geträumt,“ verſetzte der Soldat.„Zum

Exempel, vor einem Jahre träumte mir, ich ſollte in einem gewiſſen Garten vor dem Thore einen großen Schatz heben. Da ſchwebte mir alles ſo deuklich vor Augen, daß ich noch heute den Fleck finden wollte.“(Hier beſchrieb der alte Soldat zu Franzensnicht geringem Erſtaunen den ehemaligen Garten ſeines Vaters, der bei der Zahlungsunfähigkeit mit verkauf worden war. Er bezeichnete die Stelle, wo der Schatz liegen ſollte, ganz genau, und

Franz