tümmerte ſich um ihn, oder höchſtens wurbe ihm ein kalter Gruß zugenickt. Der Mittag kam heran und das Gedränge verminderte ſich wieder. Die Bettler zogen ihr Brod aus den Taſchen, und aßen. Dabet plauderten ſie mit einander, und machten beſonders ihre Anmerkungen über den ſeltſamen Spaziergän⸗ ger, der nun vom frühen Morgen an auf der Brücke hin und her gewandelt war, und den ſie deßhalb ſpottweiſe„den Brückenvogt“ nannten. Franz wollte keinen Augenblick die Brücke verlaſſen, er kaufte alſo etwas Obſt, und verzehrte es zum Mittagseſſen. Allmählig fing er aber ſchon an mißmuthig und tiefſinnig zu werden. Er ſchob den Hut ins Geſicht, und ging mit verſchränkten Armen langſam von einem Ende der Brücke zum andern. Der ſchlaue alte Soldat mit dem hölzernen Beine machte ſich die⸗ ſen Umſtand zu nutze, um noch einmal eine Gabe zu erhaſchen, und es gelang ihm. Er hinkte Fran⸗ zen nach, und redete ihn an. Dieſer ſah ſich nicht einmal um, ſondern warf ihm in der Zerſtreuung ein Sechsgroſchenſtück in den Hut. Nachmittags wurde es auf der Brücke wieder lebhafter, und Franzens Hoffnung lebte damit von neuem auf; aber kein Freund redete ihn an, ſo ſehr er ſich auch bemühte, von Allen, die hier gingen und kamen,] bemerkt zu werden.] Gegen Abend ward es immer einſamer und ſtiller, und die
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


