biedern ⸗Ritter Brankhorſt, und nahm den Vorſchlag ohne Argwohn an. Aber der Wirth war ein Schalk, der ſich an dem remndlünge für bie harte Reden rächen wollte. 1
Das Schloß lag auf einer Anhöhe, dem Gaſ⸗ hofe gegenüber, ungefähr einen Steinwurf weit davon. Es diente dem Beſitzer zu einem Jagd⸗ ſchloſſe. Er ſchmauſete mit ſeinen Freunden bei Tage öfters darin, und erhielt es daher immer noch in gutem Stande, hatte es auch mit Hausgeräthe und andern Bequemlichkeiten reichlich verſehen; aber nie blieb er des Nachts darin.
Der Wirth bezeigte ſich jetzt ſehr freundlich ge⸗ gen Franzen. Er füllte ein Körbchen mit Le⸗ bensmitteln, nahm eine Flaſche Wein und zwei große Wachslichter, und gab Franzen eine Laterne in die Hand. So gingen ſie mit einander nach dem Schloſſe hin Der Wirth ſchloß die Thür auf⸗ und überreichte Franzen dann das Körbchen nebſt dem Wein und den Lichtern, und ſagte:„Ihr könnt euch nach Belieben ein Zimmer ausſuchen. Wenn euch ja in der Nacht etwas zuſtößt, ſo dürft ihr nur aus dem Fenſter zu Hilfe rufen, in meinem Hauſe ſind die ganze Nacht durch immer einige Leute wach.“ Franz ſtieg die Treppe hinauf, ging durch eine Reihe von ſchönen Zimmern, und wählte
ſich zu ſeinem Lager eins, deſſen Fenſter dem Wirths⸗ hau⸗


