Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Monate lang. Alsdann bot man ihm ſeine Freiheit an, doch unter der Bedingung, daß er in vier und zwanzig Stunden die Stadt verlaſſen und bei ſchwe⸗ rer Strafe ſie nie wieder betreten ſöllte. Da er kein anderes Mittel ſah, los zu kommen, ſo ver⸗ ſprach er was man verlangte. Nun war er zwar frei; aber zur Bezahlung der Gerichtsgebühren hatte man ſein Pferd verkauft, und die Rechnung ſo ge⸗ macht, daß er von dem Gelde dafür nur noch fünf Gulden heraus bekam. Damit mußte er denn zu Fuß zur Stadt hinaus wandern. Hin waren jetzt alle die Hoffnungen, mit denen er vor drei Mona⸗ ken in die Stadt einzog, hin die ſchönen Pläne auf die Zukunft, die ihn auf der Reiſe ſo angenehm unterhalten hatten. Unbekümmert, wo der Weg ihn hinfuͤhren würde, ſchlenderte er mit nieder⸗

geſenktem Kopfe die Heerſtraße fort, und erſchrack

nicht wenig, als er nach einigen Tagen bemerkte, daß er auf dem geraden Rückwege nach ſeiner Va⸗ kerſtadt war. Unmöglich, ſagte er zu ſich ſelbſt,

kann ich mich in dieſem elenden Aufzuge dort wieder

ſehen laſſen. Ich will lieber auf gut Glück in die weite Welt gehen. Sogleich kehrte er um, und nahm ſeinen Weg nach Holland, wo er von Am⸗ ſterdam aus, nach Oſtindien oder Amerika rei⸗

ſen wollte.. 4 Nicht weit von der Niederländiſchen Grenze kam