— 55—
och ſein Anliegen vor, erzählte ſeine Unfälle ſo beweg⸗ ehr lich, ais er konnte, und fügte die Bitte hinzu: er
ink moöchte ihm wenigſtens etwas von der rückſtändigen gen V Schuld auf Abſchlag geben. Bei dieſen Worten ock zog der Schuldner ſeine Stirn in Falten, und ers ge⸗ wiederte mit finſterer Miene:„Wie dürft ihr noch den voon Schuld ſprechen, da ſchon längſt mit eurem cht Bater alles abgethan iſt? Er war mit dem Ver⸗ err gleiche zufrieden, den ich vorſchlug, und die Obrig⸗ in⸗ keit hat ihn beſtätigt. Was für Recht habt ihr ne. nun zu einer neuen Forderung?“ Franz wollte
dagegen beſcheidene Vorſtellungen thun, aber er n, konnte nicht zu Worte kommen; der Kaufmann ie überhäufte ihn mit Grobheiten, und führte ihn zur 46 Thür hinaus. Nicht beſſer ging es ihm bei dem ch zweiten und dritten Schuldmanne, die ihn ebenfals n⸗ ungeſtümm von ſich wieſen, und von keiner Schuld en wiiſſen wollten. Traurig kehrte Franz in ſein Quar⸗ 1, tier zurück, und überlegte, ob er noch zu den übri⸗ en gen gehen ſollte, oder wos ſonſt für ihn zu thun ans wäre. Unterdeſſen traten die böſen Schuldner zu⸗ en ſammen, und berathſchlagten, wie ſie den beſchwer⸗ n⸗ lichen Mahner los werden könnten. Sie ſetzten in eine Klage gegen ihn auf, voll grundloſer Beſchul⸗ g digungen, und brachten die Richter durch Beſte⸗ l chung dahin, daß der arme Franz in Verhaft ge⸗ te nommen wurde. Hier ſaß er, ohne Verhör, drei


