Teil eines Werkes 
2 (1818)
Einzelbild herunterladen

vor ihm ſtand und ihn zum Frühſtück einut.

bei er ſo in Feuer gerieth, daß er mit dem großen Vorlegmeſſer um ſich hieb, als ob er Türkenköpfe abſäbeln wollte, und daß öfters Franz zurückfuhy, weil ihm für ſeine Naſe bange ward. Gegen Mit⸗ ternacht unterbrach endlich Franz den geſprächigen Wirth:„Verzeiht, Herr Ritter, ich habe noch eine weite Reiſe vor, und muß morgen früh mit Tages⸗ anbruch fort; daher wünſchte ich, jetzt noch ein paar Stunden ruhen zu dürfen.“—„Wie es euch gefällt. Das Bett ſteht für euch bereit. Aber nüchtern laſſ' ich euch ſo früh nicht ziehen. Ihr frühſtückt erſt mit mir, und dann geleit ich euch, nach meines Hauſes Gewohnheit.“ Franz ver⸗ ſtand dieſe Worte ohne weitere Auslegung., Er verſicherte zwar nochmals, daß er gern in aller Stille abreiſen wollte, ohne Jemanden im Schlafe zu ſtöoren; allein da galt keine Widerrede.„Eln Kriegesmann iſt gewohnt, früh bei der Hand zu ſeyn,“ ſagte der Ritter,„und ihr werdet ſehen, daß ich eher wach bin, als ihr.“ Hiermit wünſchte er Franzen eine gute Nacht und jeder begab ſich zur Ruhe.

Müde von der beſchwerlichen Reiſe, und vom

Wein ein wenig berauſcht, ſchlief Franz in dem

weichen Flaumenbette bis an den hellen Morgen. und erwachte erſt von dem Aufruf des Ritkers, der

Fra