Teil eines Werkes 
2 (1818)
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guſſerſte. Der Herr ward darüber nicht unwiltig; vielmehr ſchalt er die Diener, daß ſie nicht einmal einen Fremden ordentlich zu bedienen wüßten, und trieb ſie an, hurtig zu ſeyn. Hierauf wurde der Tiſch gedeckt, und eine köſtliche Mahlzeit aufgetra⸗ gen. Franz mußte ſich dem Herrn gegenüber ſetzen, welcher ein für allemal erinnerte, daß es bei ihm nicht Sitte ſey, Gäſte zum Eſſen zu nöthi⸗ gen. Dies merkte ſich Franz, und langte fieißig zu, forderte auch ohne Scheu, was ihm gefiel.

Nach einer kleinen Weile winkte der Ritter den Be⸗

dienten, daß ſie die Flaſchen und Gläſer bringen, und einſchenken follten. Wie findet ihr den Wein 20 fragte er Franzen, der eben das erſte Glas an den Mund geſetzt hatte.—„Wenn er von eurem ſchlechteſten iſt, fo iſt er gut; ſoll er aber vom beſten ſeyn, ſo iſt er ſchlecht.“—„Wohl geſagt!“ erwie⸗ derte der Ritter, und befahl, eine andere Flaſche

u bringen.„Dieſer iſt beſſer als der erſte,“ ſagte Franz; doch habe ich ihn wohl ſtärker getrunken.“

Der Ritter ließ eine dritte Sorte bringen; und kaum hatte Franz davon gekoſtet, ſſo rief er: „der iſt recht; dabet wolten wir blelben.“— „Ihr ſeyd ein feiner Schmecker“ erwiederte der

Nitter. Nun fingen ſie an nach altteurſcher Art zu

zechen, und der Wirth unterhielt den Gaſt mit⸗Er⸗

zählungen ſeiner Heldenthaten im Türkenkriege, Wo⸗ bei