Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Jahre hingingen, ehe er vernichtet werden konnte. Den erſten Stoß bekam er, als Franz aus Man⸗

gel an baarem Gelde ſich genöthigt ſah, das

ſilberne Pflaſter im Speißeſaal in aller Stille wegnehmen, und ein ſteinernes an deſſen Stelle legen zu laſſen. Es konnte nicht fehlen, daß

die wachſamen Gläubiger bald Nachricht hiervon

erhielten, und Maaßregeln zu ihrer Sicherheit

nahmen. Kurz darauf brach die völlige Zahlungsnn⸗

fähigkeit aus; Franz mußte ſein väterliches Haus

und Erbe mit dem Rücken anſehen und konnte kaum noch etwas weniges aus der ganzen Verlaſſen⸗ ſchaft retten, das aber nicht hinreichend war, ihn länger als ein Jahr gegen Mangel zu ſchützen. Nun erſt gingen ihm die Augen auf. Er ſtellte ſehr ernſthafte Betrachtungen über ſein voriges Le⸗

ben und über ſeine gegenwärtige Lage an; aber lei⸗ der kam die Reue zu ſpät. Seine guten Freunde die er oft ſo reichlich beſchenkt und die luſtigen Geſellen

die er ſo gaſtfrei behandelt hatte, waren wie ver⸗

ſchwunden, und die wahre ächte Freundſchaft red⸗ licher Männer hatte er vernachläſſiget. Er blieb alſo ganz allein ſich ſelbſt überlaſſen, und mußte auf Rath und Hülfe in dieſem traurigen Schick⸗ ſale denken. Es war ſeiner Ehrliebe unerträglich, als ein liederlicher Verſchwender und Taugenichts vor den Augen derer herum zu gehen, die ihn auf

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