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Geſundheit, eine ſchöne Geſtalt und ein vortreffliches Herz machten ihn zu einem der liebenswürdigſten Jünglinge ſeiner Vaterſtadt, und der Beſitz ſo anſehn⸗ licher Güter ſetzte ihn in Stand, die edle Neigung, wohlzuthun und mitzutheilen, vollkommen zu be⸗ friedigen. Aber auf der andern Seite gaben Man⸗ gel an Erfahrung, Klugheit, und jugendlicher Leichtſinn ihn allen Gefahren der Verführung preis, und dieß um ſo viel mehr, da ſein Vater Tag und Nacht nur darauf bedacht geweſen war, Schätze auf⸗ zuhäufen, und ſich um die Ftzſehum ſeines Sohnes wenig bekümmert hatte. n Bald nach des Lr Tode Herſammmnelken ſich um Franzen eine Menge Schmeichler und Schma⸗ rotzer, die ſich ſeine guten Freunde nannten, und ihn in einem beſtändigen Taumel von Vergnügungen und Luſtbarkeiten zu erhalten ſuchten. Sein Haus ward der Sammeiplatz aller luſtigen Brüder in der ganzen Stadt, die auf ſeine Koſten und mit ihm in täglichem Saus und Schmaus lebten. Die Ge⸗ ſchäften wurden den Handlungsdienern überlaſſen, und Franz hatte mit keinem derſelben gern zu thun, auſſer mit dem Geld⸗Verwalter, der ihm die Gelder zur Fortſetzung ſeiner verſchwenderiſchen Le⸗ bensart herbei ſchaffen mußte. Was dies für ein Ende nahm, iſt leicht zu erachten. Das Anſehen ſeznes Vaters war indeß ſo feſt gegründet, daß mehrere Jahre


