ſtünde.„Es ſind feindliche Kundſchafter in der
Stadt; einen derſelben hat man ſchon ergriffen; viele andepe können unſerer Wachſamkeit entgangen ſeyn. Wenn der benachbarte König unſere Uneinig⸗
keit erfährt, ſo ſind wir, verloren.“ Die Veziers erſchracken über dieſe Nachricht und ließen den Ge⸗
fangenen holen, um ihn auszufeagen.
Als Asfendjar erſchien, verbarg er weder
ſeinen Namen noch ſeinen Stand. Er erzählte auf⸗ „richtig, was ihm bisher begegnet war. Er ſprach mit ſo piel Weisheit und Würde, daß ſeine Rede
die ganze Verſammlung bewegte. Die Veziers hat⸗ ten von ſeiner Verbannung gehört; einige, die an
dem Hofe ſeines Vaters geweſen waren, erinnerten ſich ſeiner Geſtalt und ſeiner Tugenden; und da ſie
ieber einen fremden Prigzen, als einen Eingebor⸗ Nen ihres Gleichen zum Könige hahen wollten; ſo fiel die Wahl einſtimmig für den Asfendjar aus. „Gott hat uns dieſen Frembling geſandt, ſprachen ſie; aum unſerer Zwietracht ein Ende zu machen. Er alein iſt würdig unſer Koönig zu werden; er ſtammt aus königlichem Geſchlecht; und hat alle „Kugenden, die einen König ſchmücken, Seine
Weisheit und die edle Standhaftigkeit, womit er
ſein Unglück ertragen hat, verſichern uns, daß er ein tugendhafter König ſeyn werde, welchem das Glück ſeiner Völker am Herzen liegt.“
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