Der Prinz, oder
der Sieg des Glaubeng. (Ein Morgenlaͤndiſches Maͤhrchen.)— 3
E. war einmal ein König im Morgenlande, der hatte zwei Söhne. Der jüngſte, welcher ei⸗ gentlich der Held unſerer Geſchichte iſt, hieß Asfendjar und zeigke ſchon als Knabe ſich ſehr klag; man bemerkte in allem ſeinem Thun viel Einſicht und Ueberlegung, und je älter er ward, deſto mehr nahm er an dieſen Tugenden zu. Nun ſollte man glauben, der König, ſein Vater hätte ihn deßhalb mehr lieben ſollen, als ſeinen aͤltern Bruder Ben Eſar, weil dieſer nicht allein weni⸗ ger Verſtand hatte, ſondern auch ein träger Menſch Aber gerade das Gegentheil, den älteſten Sohn hatte er viel lieber. Er war ſogar wegen die⸗ ſen Verſtandesvorzügen des jüngſten, ſo mißtrauiſch, daß er befürchtete, derſelbe mochte ihn oder ſeinen Bruder, welcher Thronerbe war, einſt vom Throne verdrängen. Er beſchloß alſo dieſem Uebel bei Ze en N dozuhauenn


