Teil eines Werkes 
2 (1818)
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Jakob ine brachte zwei Schüſſeln voll Milch⸗ rahm, gutes ausgebackenes ſchwarzes Brod, friſche Butter, und ein Körbchen mit friſchen Haſelnüſſen herbei, und ſo vorbereitet, erwartete man die gute, holdſelige, edle Frau mit ſo großer Unruhe als Ge⸗

dult. Gegen eilf Uhr kam der älteſte Sohn, welcher an der Grenze des Gehölzes Wache geſtanden hatte, gelaufen, und meldete, daß er von vn Perne einen Wa⸗ gen erblickt habe. n.

Vor freudigem Schrecken nahmen ſi 8 Michel und Jakobine mit unbeſchreiblichem Herzklopfen bei der Hand. Die Kinder wollten voranſpringen, ſie eilten gegen die Thür, und purzelten über ein⸗ ander her. Der Vater und die Mutter wollten ſie zu⸗ rückhalten, allein heute hörten ſie zum erſtenmale nicht auf ihren Befehl.

Das glückliche Paar war Ghen an die Thüre des Hofes gekommen, als die Fürſtin aus ihrem Wagen ſtieg. Jakobine warf ſich weinend zu ihren Füßen, und zeigte auf ihren Mann, ſagte mit abgebrochenen Worten:„Seht, er iſt herge⸗ ſtellt, er kann wieder gehen! Seht unſere Kinder, ſie ſind gekleidet! Seht unſer Haus, wo wir im Winter ſo gut behalten ſind, als im Sommer! Dies alles verdanken wir eurer Gute— der liebe Gott wird es vergelten! wir— ach wir können nicht einmal recht danken.“

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