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„Eine Herzogin, eine Baſe des Königs,“ ver⸗ ſetzte mit Erſtaunen Michel,“ und iſt ſo freundlich, ſo herrablaſſend und ſo gut gegen arme Leute?“—
„Aber du wirſt ſchwerlich errathen, warum ſie nach Forges gekommen iſt? Sie will hier ein ge⸗ wiſſes Waſſer zur Erhaltung ihrer Geſundheit trin⸗ ken. Ich meines Theils, habe keinen großen Glau⸗ ben an dieſes Waſſer; aber ich will eine neuntägige Andacht verrichten, damit der liebe Gott dieſer ſchönen Dame eine ewige Geſundheit gebe, und daß ſie ſich immer recht glücklich fühle.“
Dieſes Geſprich wurde durch die Wirthin un⸗ terbrochen, welche unſern Einſiedlern ein niedliches Abendeſſen auftiſchte. Michel und Jakobine hatten ehehin wohl ſchlechten Birnmoſt getrunken, abe nie in ihrem Leben Wein gekoſtet. Jetzt tran⸗ ken ſie zum erſtenmale welchen auf die Geſundheit ihrer Wohithäterin. Jakobine begab ſich hierauf zu Berte, und dankte dem guten Gort, und ſeg⸗ nete tauſendmal ihre junge und tugendhafte Beſchütze⸗ rin. Am frühen Morgen wurde Jakobine durch eine Nätherin geweckt, die gekommen war, um von ihr und ihren Kindern das Maaß zu nehmen. Die Fürſtin, ſagte ſie, habe ihr befohlen, Hemde und Kleidungsſtücke für die ganze Familie zu be⸗ ſorgen. Wirklich war Jakobine und ihre Kin⸗ der einige Tage nachher völlig ausgeſtattet; Strümpfe,
Hauben


