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ſen Abend werde ich euch von hier abholen laſſen, und da ihr dieſen Auffenthalt zu lieben ſcheint, ſo verſpreche ich euch, daß ihr wieder hieher zurück⸗ kehren ſollt. Nur müßt ihr für's Erſte eine Zeit⸗
lang zu Forges bleiben, denn euer Mann bedarf
die Hilfe eines Arztes.“
Während dieſer Rede betrachtete Jakobine die Got diuͤcke, welche die Unbekannte ihr gegeben hatte; endlich brach ſie das Stillſchweigen, und ſagte:„Weil ihr doch ſo gut ſeyd, ſo will ich euch geſtehen, daß dieſes Geld uns nichts nützen kann; man kennt dergleichen hier zu Lande nicht.“
„Wie, ihr habt noch kein Gold geſehen? 2 fragte die Unbekannte.
„Doch, ich habe die Vergoldung in der Kapelle zu Bobec geſehen, allein⸗ Münze von Gold geht hier durchaus nicht, denn ich habe nie davon reden gehoört“ 64
Die Unbekannte, erſtaunte über einen Grad des Elends von welchem ſie nie eine Vorſtellung gehabt hatte„ konnte ihre Thränen nicht zurückhal⸗ ten. Sie noͤthigte Jakobine, die Goldſtücke, welche ſie ihr gegeben hatte, aufzubewahren, ſchenkte ihr aber noch, um ſie zufrieden zuſtellen, einige
Laubthaler, die mit eben ſo großer Freude als Dank
barkeit angenommen wurden. Die Unbekannte ver⸗
lnes hierauf mit ihrer Begleitung dieſe arme Famis lie,


