Teil eines Werkes 
2 (1818)
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„Zwar war ſein Kummer nicht lebhaft; ſeine natür⸗ liche Gemüthsruhe und Ergebung bewahrten ihn

vor Ungedult und Lebensüberdruß. Er betete oft

zu Gott, ſeine treue Jakobine ſaß neben ihm

und beſchäftigte ſich mit ihrem Spinnrocken, oder betete andachtsvoll ihren Roſenkranz ab,. Seine Kinder umſchmeichelten ihn, und er fand ſich in

der That nicht ſo ganz uugjücklicg. So ging der

Winter vorüber.

Eß waren nun beinahe zwei Jahre daß dieſe Familie dieſe ſtille Einöde bewohnten. Eines Ta⸗ ges— nes war Anfangs Juli— kam Jakobine, welche eben im Walde Laub geſammelt hatte„ ganz auſſer Athem naͤch der Hütte gelaufen.„Ach Michel!“ rief ſie,„was ich ſchones geſehen habe—„Wo? was?“ frug der Kranke.„Ach denk,“ entgegnete haſtig Jakobine,„ein gol⸗ denes Haus auf Rädern, faſt wie ein Narren, aber es iſt doch kein Karren; denn man ſitzt tro⸗ ben darin. Davor waren ſechs ſchöne Pferde ge⸗ ſpannt, prächtig mit Silber geſchmückt, in dem Hauſe ſaßen ſchöne geputzte Frauen, und vor dem⸗ ſelben auf einer Bank ſaßen zwei Herren mit roth und gelb verzierten Kieidern und hinter dem Hauſe ſtan⸗

den auch zwei Herren mit prächtigen bunden Kleidern.

Kaum hatte Jakobine ihre Erzählung ge⸗

andigt, ſo kam der ſechsſpännige Wagen daher ges

rollt

„

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