ſie würde mehr als einmal in Gefahr gerathen ſeyn⸗
ihren Dienſt zu verliehren. Indeſfen hatte ſie bei allen ihren Fehlern immer den beſten Willen; fie beſaß wenig Gedächtniß, war etwas trägen Geiſtes und Körpers, aber dabei waren ihre Abſichten
lauter, und ſie meinte es mit der ganzen Welt 4
redlich, daß Anſelm und ſeine Frau nie mit ihr
zürnen konnten.
Der Knecht Miche! beſaß noch einen Theil weniger Geiſt und Thätigkeit als Jakobine; ſeine körperliche Schwäche entſchuldigte in den Au⸗ gen des nachſichtsvollen Anſelm, ſeine wenige Brauchbarkeit. Uebrigens war Michel ein guter
Schlag von Menſchen, er beſaß einte angeborne Red⸗
lichkeit und Ehrlichkeit, ein kaltes nie zu erwärmen⸗ des Blut, und eine immer gleiche Stimmung des Gemüths, um die ihn ein Weltweiſer beneidet haben würde.
Zwiſchen Michel und Jakobine herrſchte eine ſo große Seelenverwandſchaft, daß es ein hal⸗ bes Wunded geweſen ſeyn würde, da ſie ſich täglich geſehen, ohne ſich einander anzuzlehen. Ihre gleichen Gefühle kamen zur Sprache, und die beiden Meben⸗ den baten ſich von ihrem Herrn die Erlaubniß aus, ſich einander heirathen zu dürfen, was ihnen auch bewilligt wurde,. Der Hochzeittag ging froh vorüber, und nach vier Jahren war Ja tobine Mater
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