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Magd befand ſich ſeit ihrer Kindheit in dieſem Hauſe, V und hatte ganz die Sitten und Gewohnbeit ihres Herrn und ſeinen Geſchmack an der einſiedleriſchen
Lebensart angenommen.
MNiee hatte ſie ſich über eine halbe Stunde weit von ihrer Wohnung entfernt, und von allen Ge⸗ bäuden auf Gottes großer Erde kannte ſie nur die
einzige Abtei Bober; allein ſelten hat wohl die Pe⸗
terskirche zu Rom, oder der Münſter zu Strasburg ſolche Bewunderung erregt, als die kleine Kloſter⸗
kirche in Bobec, Jakobine einfloßte, Sie hatte wohl von Forges reden gehört, und wußte, daß dieſe Stadt über vier Stunden von ihrer Hütte ent⸗
fernt ſey; allein wie hätte ſie in Verſuchung ge
3 ralhen ſollen, eine ſo weite Reiſe zu unternehmen.
Jakobine, konnte, wie man leicht glauben
wird, weder leſen noch ſchreiben, und hatte in ih⸗
8 rem Leben kein Buch zu Geſicht bekommen. Ihre 8
Fahigkeiten waren ziemlich beſchränkt, und ſie ver⸗
ſtand uichts, auſſer Kühe zu melken, Butter und
Käſe zu machen, und der Frau des Pächters in
hrer kleinen Haushaltung an die Hand zu gehen.
Keine weitläufige Kenntniß beſchwerte ihren Geiſt, und ſie beſaß kaum die nöthige Einſicht, um die Pflichten ihres Standes ſo gerade hin zu erfül⸗ len; und hätte ihr das Geſchick nicht einen eben
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menſchlichen, als nachſichtigen Herrn gegeben,


