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Welch ein Abſtich iſt Frauenzimmer*) und einem verbildeten, wo Seyn und Schein ſich jedem Vernünftigen offen dar⸗ ſtellt. Weibliche Bildung iſt daher ein ſehr drin⸗ genbes Bedürfniß, in unſern Zeiten der hohen Auf⸗ klärung und der verfeinerten Sinnlichkeit. Wo die Einfalt in der Denk⸗ und Lebensweiſe immer mehr verſchwindet; wo die öffentliche Meinung ſich im⸗
mer mehr Anſehen erwirbt, die doch ſich immer mehr entfernt von den Geſetzen der Wahrheit und
der Würde; wo die Menſchen ir vielfachem Ver⸗ kehren ſtehen, wo die Formen des geſelligen Lebens zahlreicher und künſtlicher, die Sitten freier und der Sittlichkeit mehr entfremdet werden, wo Auf⸗ wand und Prachtliebe, Mode⸗ und Zerſtreuungs⸗ ſucht 4) immer herrſchender werden; wo die Ei⸗ telkeit überall Reiz und Nahrung findet: da kann
ſich die Natur nicht lange in ihrer eigenthümlichen Nichtung halten 3 da iſt der Grund zu einer verkehr⸗
ten Sinnesart gelegt, die bald mit unwiderſteh⸗ licher Macht von allen Seiten in das weiche Herß dringt. Eine weiſe, feſte Bildung muß hier die Gefahren und Nachtheile der Verfeinerung verhü⸗ ten, und die regelloſen Eindrücke, die Kopf und Herz überall empfangen, unſchädlich machen. Die widerffnnigſten Aeußerungen und die traurigſten Miß⸗
ver⸗
zwiſchen einem geblldeten 3
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