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verhältniſſe kommen zum Vorſcheine, wenn nicht eine aufgeklärte Kunſt ihnen entgegen arbeitet.
Das Mädchen, das, ohne Sinn für Bildung, ſich den Einflüſſen einer ſolchen Zeit hingibt, iſt immer das weichlichſte, eitelſte, herzloſeſte Geſchöpf; das zu jämmerlicher Gemeinheit und Elendigkelt herabſinkt, verführbar durch jeden Reiz und fähig zu jedem Laſter.
*) Frauenzimmern denen es um wahre Bildung zu thun iſt, empfehle ich Ehrenberg's treflliche Schriften fleißig zu leſen.
**⁸) Wozu die leidige Sucht, Romane zu leſen, kraͤf⸗ tig genug ihren Theil beitraͤgt.
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In Teutſchland gehörte es leider einſt auch zum guten Geſchmack, daß die Reichen die Schriften ei⸗ nes Rouſſeau und Voltaire in ihrer Bücher⸗ ſammlung hatten. Rouſſeau hat ſein nicht er⸗ bauliches Leben ſelbſt beſchrieben und der Welt mit⸗ getheilt. Man hat auch eine Art Lebensbeſchrei⸗ bung von Voltaire, die von ihm ſelbſt iſt. Da⸗ rin ekblickt man ihn aber nur als einen ſelbſtſüchti⸗ gen und feinen Heuchler, der ſich der Welt zum Lobe ausſetzt, deſtomehr beſpritzt er andere recht⸗ liche Männer mit ſeinem Geiſer, ſelbſt das Heiligſte ſchonte er nicht.*) Dieſer galliſche Spötter und Afterphiloſoph**) lebte im achtzehnten Jahrhun⸗ dert


