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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Von Zorn überwaͤltigt warf Andreas die Amatigeige heftig zu Boden, ſo daß ſie mit einem ſchreienden Schmerzenslaute zerſprang. Ju⸗ lius ſtand regungslos inmitten eines großen Krei⸗ ſes von Zuſchauern, der ſich um die beiden Män⸗ ner verſammelt hatte. Ueber das Antlitz des Stadt⸗ muſikus legte ſich jetzt eine dunkele Röthe. Seine Augen rollten furchtbarer als zuvor und mit ge⸗ preßter Stimme ſtammelte er:

Wage nie wieder Dich vor mir ſehen zu laſſen, oder irgend jemals noch den Namen Lamm zu führen; ſonſt wird der Fluch Deines Vaters Dich treffen, und der Himmel wird ihn erhören, um Deinen Frevel zu ſtrafen.

Sabine hatte ſich ſchon fruher herbeige⸗ drängt und trotz ihrer heftigen innern Bewe⸗ gung die Trümmer der Amatigeige ſorglich aufgeleſen und bewahrt. Sie wußte, wie hoch der Pflegevater das Inſtrument halte und wie er ſpäter bei ruhigerem Sinne nach jedem Split⸗ ter deſſelben verlangen würde. Da Aller Auf⸗ merkſamkeit auf Andreas und Ju liuns gerich⸗

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