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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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blickte voll Entſetzen in das zornſprühende Ant⸗ litz des ſchwer beleidigten Vaters.

Andreas gewann zuerſt die Sprache wie⸗ der: Entarteter!» rief er, indem ſein Blick mit dem Ausdrucke der tiefſten Verachtung den faſſungsloſen Sohn durchbohrte.. So muß ich Dich wiederfinden! Nicht genug iſt es Dir, den fleckenloſen Namen zu verleugnen, den Eltern und Ureltern mit Ehren getragen und auf Dich vererbt; nicht genug, Kindespflicht und Kindes⸗ liebe in ſchnöder Selbſtſucht mit Füßen zu tre⸗ ten; Du verräthſt auch das Heiligſte, was die Menſchheit hat: Kunſt und Vaterland! Ich habe keinen Sohn mehr! Das letzte Band zwiſchen uns iſt zerriſſen. Den Engel des Wohllauts gab ich Dir mit in die Welt, daß er in Dein Le⸗ ben ſich verflechte und Du ihn wiederum ehren ſollteſt; Du haſt ihn in den Dämon des Miß⸗ lauts verkehrt und indem ich ihn hiermit zurück⸗ nehme und ſein Daſeyn vernichte für immer, iſt auch jede Verbindung zwiſchen uns aufgehoben für jede Zeit.*