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hochtheuer geweſen, und wenn er bedachte, daß vielleicht nur des Sohnes Leichtſinn, und nicht etwa ein unglückliches und traueriges Ereigniß ihm dieſes Leiden verurſache, ſo war das nur ein geringfügiger Troſt, und ſein Herz fühlte ſich durch einen ſolchen Mangel an kindlicher Liebe nur tiefer gekränkt. Bei dem Leiden, das ſein Gemüth traf, wurde auch der bisher ſo ſtarke und rüſtige Körper hinfällig. Treulich pflegte Sa⸗ bine, die, indem ſie mit ſtarkem Sinne aus⸗ gerüſtet ihre Liebe zu Julius und ihre Trauer über dieſen bekämpfte, zu immer höherer Anmuth emporblühte, den kränklichen Pflegevater. Aber ob auch endlich Andreas in Sabinens hin⸗ gebender Tochterliebe einen Erſatz für ſeine ſchwere Entbehrung fand, ob auch die Zeit und der ei⸗ gene feſte Wille die Wunde des Gemüthes eini⸗ germaßen heilte, ſo wollte doch der Krankheits⸗ ſtoff, der einmal des Körpers ſich bemächtigt hatte, weder der Kunſt des geſchickten Arztes, noch der ſorglichen Wartung Sabinens weichen. Als nun unter ſolchen Umſtänden der zweite Sommer
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