— 290—
Vorwürfen gepreßt: er hatte das liebliche Mäd⸗ chen noch nie ſo ſchön gefunden, als in dem Au⸗ genblicke der Abfahrt.
** *
Andreas Lamm erhielt in der erſten Zeit der Entfernung des Sohnes aus dem väterlichen Hauſe und aus der Heimathsſtadt, zum Oeftern frohe Nachrichten von dem jungen Reiſenden. Auch erſah er aus öffentlichen Blättern, daß Julius La mm an vielen Orten, wo er ſich hören laſſen, Ehre und Beifall geerndtet. Nach Jahresfriſt aber wurden des Sohnes Briefe immer ſparſa⸗ mer und blieben endlich ganz aus. Vergebens ſuchte Vater Andreas jetzt auch in Zeitungen nach einer Erwähnung ſeines Julius; vergebens forſchte er an dem Orte, wo er ſeinem Wiſſen nach zuletzt verweilt, nach einer Auskunft über den weitern Weg, den er eingeſchlagen haben mochte. Julius war und blieb ſpurlos verſchwunden.
Darüber härmte ſich der alte Stadtmuſikus gar ſehr. Das einzige Kind war ihm immer


