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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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»Wie, mein Vater,»y ſtammelte Julius mit freudeglänzenden Blicken, Ihr wolltet mir das herrliche Inſtrument mitgeben? Ihr ſagtet Euch von Eurem Theuerſten los—»

Dal nimm ſie nur!» fiel Andreas mit weicher Stimme ein, die aber bald wieder alle ihre ernſte Stärke gewann:„Doch halte ſie hoch in Ehren und entweihe ſie nimmer durch erbärm⸗ liche Huldigung des Aftergeſchmacks. Sollte ich das erleben, dann ſind jene Umſtände einge⸗ treten, unter denen ich die Amati als Dir nur geliehen betrachte und— ich gebe Dir mein heiliges Wort: dann nehme ich ſie wieder zu⸗ rück. Gute Nacht, mein Sohn!— Glückliche Reiſe!»

Julius breitete ſeine Arme nach dem ſchnell hinwegeilenden Vater aus. Der Jüngling war tief gerührt und ſeine Augen ſchwammen in Thrä⸗ nen; bald aber ward ſeine ganze Aufmerkſamkeit durch die hochtheure Gabe angezogen, die er wie ein geliebtes Weſen an ſein Herz drückte und mit der er dann, ohne die anweſende Sabine zu