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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Sylvius Weiß, und ſpäter der herrliche Vio⸗ liſt Carl Stamitz mit einem ſolchen Lehrbriefe in der Hand Deutſchland und Italien durchziehen konnten, und an Höfen und Abteyen, in Städten und Schlöſſern beſſere Aufnahme und gaſtlichere Bewirthung, auch ehrenvollere Belohnung fanden, als jetzt dem geprieſenſten Virtuoſen, wenn er auch alle Taſchen voll Empfehlungsſchreiben hat, in den reichſten Städten und an den glänzendſten Höfen wird. Doch genug! Wandre glücklich aus! Wandre glücklich ein! Dein Werk ſey geſegnet!⸗

Mit dieſen Worten nahm Andreas aus der hinter ihm ſtehenden Sabine Hand ein großes, wohl zwei Maaß edeln Rheinweins enthaltendes Deckelglas, und brachte es ſeinem Sohne zu, der es dann weiter im Kreiſe herumgehen ließ, wor⸗ auf ſich ſämmtliche Geſellen und Lehrlinge ſtill ent⸗

fernten und nur Andreas, Julius und Sa⸗

bine im Zimmer zurück blieben. Julius hatte den Lehrbrief, ohne ihn auf⸗ zuſchlagen, nachläſſig in ſeine Bruſttaſche geſcho⸗

ben. Jetzt blickte er wiederum ſehr zerſtreut an