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Und ſchon berührt, aber nur vorübergehend, die Wehmuth das Herz; es war eine leiſe Zuckung,
der eine kurze Ruhe folgt, um wieder von der
friſch aufgerufenen Wehmuth und der auf ſchwer⸗ gehobenen Schwingen heranrauſchenden Sehnſucht vertrieben zu werden. Ach, wie mild beruhigend löſt ſich da Alles in den klaren F dur Accord auf! Nun mahnt aber die ernſte Stimme des Baſſes, wieder mit dem Thema eintretend, daran, daß die Wogen der Gefühle nur für Augenblicke ruhen, und ſchon flüſtert die erſte Geige mit ei⸗ ner neuen herzergreifenden Melodie von unglück⸗ licher Liebe, die keine Entgegnung gefunden, von frühen Hoffnungen fruchtlos ausgeſtreueter Saat. Da wird das Herz zerriſſen von gewaltigem Jam⸗
mer, da hadert die Verzweiflung mit dem ungerech⸗
ten Schickſale— Doch ſtill! Du biſt wohl ein Thor, Andreas, daß du das Alles dir zergliederſt und die herrliche Kunſt portionenweiſe in dich ſchluckſtl Schwebe dahin auf dem emporfliegenden Wolken⸗ wagen, vergiß dich und die Welt, und gieb dich ganz dem ſelig beglückenden Traume der Gefühle hin.»


