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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Und ſo that es auch Andreas Lamm. Er verſchloß die Augen und blieb ſtill und regungs⸗ los hinter dem Fenſtervorhange, wo ihn Nie⸗ mand bemerkte. Seine Seele war ganz dem Ton⸗ leben hingegeben, das er auch in den kurzen Zwiſchenräumen zwiſchen den einzelnen Muſik⸗ ſtücken des Quartetts, ungeſtört und ſelbſtſchaf⸗ fend fortſpann.

Der Schlußaccord des letzten Allegro war ver⸗ klungen; Andreas Lamm ſtand noch ſtumm und ohne Bewegung, von Muſik träumend, an ſeinem verborgenen Plätzchen. Da fühlte er ſeine Hand plötzlich ergriffen. Er ſchlug die Augen auf. Franzheimer ſtand vor ihm und ſagte mit begeiſterter Freude in Blick und Miene:

Herrlich hat der Julius geſpielt! Aber die Amati klingt auch ſo voll, ſilberrein und auf allen Saiten gleichmäßig, daß es eine Freude ſeyn muß, auf einem dergleichen Inſtrument zu ſpielen.»

Finden das der Herr Rath?» entgegnete aus ſeiner geiſtigen Abweſenheit erwachend der