Beide Lamms ſahen während dieſer Rede Franzheimers finſter drein; das Antlitz des jüngern aber erheiterte ſich, als Vater Andreas jetzt feſt und ernſt entgegnete:
« Da muß ich ſehr bedauern, daß der Herr Rath meines Sohnes wegen ſich ſo bedeutende Mühe gemacht und in ſo anſehnliche Koſten ge⸗ ſteckt haben. Meine Beſtimmung für den heu⸗ tigen Abend iſt ſchon ſeit langer Zeit unabänder⸗ lich gemacht, und ich konnte deshalb dem Herrn Rathe auch nur auf eine Stunde unſere Gegen⸗ wart zuſagen. Iſt dieſe verlaufen, ſo müſſen wir uns durchaus empfehlen. Ich habe noch Vie⸗ les und Wichtiges mit Julius zu beſprechen.»
Umſonſt erſchöpfte Franzheimer ſeine ganze Beredſamkeit, den eigenſinnigen Alten zu einer Ab⸗ änderung ſeines Entſchluſſes zu vermögen. Ebenſo vergebens waren Renatens Bitten, die jetzt herbeitrat und mit ſüß geſtimmtem Fiſtellaute den Stadtmuſikus zu gewinnen ſuchte, iudem ihre furcht⸗ loſen Blicke feſt und durchdringend auf dem un⸗ muthig hinwegſchauenden Julius ruhten.
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