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legenheit bringt, den Franzheimer, der ſein Quartett durchaus präciſe ſechs Uhr anfangen wollte, ſtundenlang warten zu laſſen. Er weiß, daß ich immer ſtreng in Erfüllung des gegebe⸗ nen Wortes bin und hindert mich daran. Dabei bedenkt er gar nicht, wie große Verbindlichkeiten er dem Rathe ſchuldig iſt, daß deſſen reiche Toch⸗ ter ihn gern ſieht, und dermaleinſt ihm wohl als Hausfrau gebieten möchte, und daß überdem der Rath ihn noch mit vielfachen Empfehlungsbriefen in die Fremde verſehn will.»
Als Andreas der reichen Tochter des Raths und ihrer im ganzen Städtchen bekannten auffal⸗ lenden Neigung zu dem jugendlich blühenden Ju⸗ lius erwähnte, kehrte ſich Sabine von dem Pflegevater ab, und wandte das hocherglühte Antlitz nach dem Fenſter. Ach! in ihrem Herzen lebte ungeahnt und unbeachtet eine ſüß zärtliche Empfindung für den ſchönen Jüngling, die von der Jungfrau Renata Franzheimer, eines bereits ſeit zwölf Jahren und darüber im ſechs⸗ undzwanzigſten Lebensjahre ſtehenden Maägdleins,


