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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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fragte Heinrich mit weicher Stimme, indem er das Mädchen zärtlich anſah.

Wiederſehnly entgegnete Clärchen. Ihre Stimme bebte, ihr Auge ſuchte den Bo⸗ den, ihre Hand hatte krampfhaft die des Jüng⸗ lings erfaßt.

«Und Du wollteſt mir eutfliehn, ohne den Sinn dieſes lieben Wortes zu erfüllen; Du woll⸗ teſt mich fliehn— vielleicht auf immer! Nicht ſollte ich wiederſchauen dieſes geliebte Antlitz⸗ nicht wieder hören den Zauberlaut dieſer Stim⸗ me, Dich verlieren— ohne zu wiſſen— ob ich Dich je— gewonnen hatte?“ Dieſe letzten Worte ſprach Heinrich leiſe und zögernd; dann, von der plötzlich erwachenden Gluth der Leidenſchaft ergriffen, fuhr er feurig fort: Clärchen, Du weißt es, daß ich Dich liebe. Wenn auch mein Mund nicht dieſes Geſtändniß ſchon gewagt hätte, jeder meiner Blicke, mein ganzes Weſen müßten es Dir ſagen. O ſprich! Sprich, ob Du dieſe Neigung erwiederſt! Ich darf es ahnen. Eine ſuße Trunkenheit gießt