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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Morgenſonne überſtrahlt, zu Clärchen herauf; ein tiefer Seufzer entrang ſich ihrer Bruſt: Da hörte ſie plötzlich einen bekannten Schritt hinter ſich erſchallen. Das Herz bebte in ſüßer Ah⸗ nung! Noch einen Augenblick und— Hein⸗ rich ſtand athemlos an ihrer Seite!

Ohne ein Wort zu ſagen, hielt Clärchen ihren Schritt zurück. Mit thränendem Auge blickte ſie den Jüngling an; wunderbar ſchwebte neben dieſen Thränen auf den hocherglühenden Wangen ein holdſeliges Lächeln. Sie reichte ihm ſchweigend die Hand; er überdeckte ſie mit Küſſen.

Der Bote mochte wohl merken, daß er hier zu viel ſey, ging deshalb eifrig fürbaß, bis ihm eine Wendung des Weges die beiden jungen Leute verbarg und ſetzte ſich dann ruhig nieder in's Gras, ſeine Schutzbefohlene erwartend.

12.

«Wie hieß das letzte Wort des Liedes, das Du mir geſtern Abend beim Abſchiede ſangeſt?⸗*