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Von Kummer und Zweifeln gequält ſchritt die Jungfrau durch den Wald. Der ſchöne Mor⸗ gen, mit den tauſend erwachenden Lebensregun⸗ gen der Natur, hatte keinen Reiz für ſie. Ge⸗ waltſam war ſie aus der Nähe des Jünglings geriſſen worden, den ſie— jetzt wagte Clär⸗ chen das Selbſtgeſtändniß— über Alles liebte; ſie war von ihm getrennt worden, ehe ſie ſeine Verhältniſſe, ja! Selbſt ſeinen Familiennamen kannte, ehe der Bund der Herzen ſich gegenſei⸗ tig geſtaltet, und überdem hatte man ihr Ge⸗ müth noch mit der Angſt von drohenden, unbe⸗ ſtimmten und ſchrecklichen Uebeln beladen. Alle dieſe Empfindungen ſtürmten ein auf ihre Seele und bedrängten die Jungfrau ſo ſehr, daß ſie,
als wollte ſie dieſen Sorgen entlaufen, ohne zu
wiſſen, was ſie that, mit einer Eilfertigkeit vor⸗ wärts ſchritt, welcher der Bote, ſonſt ein rüſti⸗ ger Fußgänger, kaum gleich zu bleiben vermochte.
Schon blinkte durch einzelne lichte Stellen im Walde der Tegernſee, an den ſich ſo ſelige Erinnerungen ſchloſſen, vom Glanze der
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