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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Claͤrchen ſtieß einen lauten Schrei aus. Sie wußte nicht warum. Ein undeutliches Gefühl ſagte ihr: dieſer Schuß möge wohl mit ihrer bangen Ahnung in Verbindung ſtehen. Auch die Förſtersfrau war betroffen. Sie erwartete mit jedem Augenblicke ihren Mann und Georg zurück. Die Dunkelheit war bereits eingetreten; einem Wilde konnte der Schuß nicht gegolten haben.

Noch beſprachen ſich die beiden Frauen über dieſes Ereigniß, da höͤrten ſie plötzlich ein hef⸗ tiges Gepolter an der Thüre des Hauſes; zu ihrer Beruhigung aber erkannten ſie auch die Stimme des Förſters, welche laut und heftig nach Licht rief. Die Muhme riß ſchnell die Zimmerthür auf, fuhr aber eben ſo ſchnell wie⸗ der zurück. Auf dem Fuße folgte ihr der För⸗ ſter, einen Menſchen am Kragen führend und dieſen mit dem gezückten Waidmeſſer be⸗ drohend. 4 . Tordtlich erſchrocken blickte Clärchen nach dem Menſchen: ſie erkannte ihren Heinrich.